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Digitalisierung

Digitalisierung bezeichnet den Transfer analoger Größen in diskrete Werte ediuit dem Zweck ihrer elektronischen Speicherung. Aktuell bedeutet dieser Prozess eine akute Veränderung, der keine Lebenssphäre unberührt zu lassen scheint. Was sich in der alltäglichen Wahrnehmung vielleicht am stärksten in der Rezeption der Sozialen Medien äußert, firmiert in der Wirtschaft unter dem Schlagwort Industrie 4.0 und in der Wissenschaft als Digital Humanities. Digital Humanities implementieren nicht nur empirische Methoden in die Geisteswissenschaften und überbrücken somit die klassische Dualität von quantitativen und qualitativen Ansätzen, sondern besitzen durchaus Sprengkraft für den etablierten Fächerkanon. Die Ästhetik visualisierter Daten und Informationen spielt eine enorm große Rolle und erweitert damit gleichzeitig das Untersuchungsfeld der Bildwissenschaft. Die Kunstgeschichte steht im digitalen Zeitalter vor der Herausforderung, sich selbst neu zu definieren und es gleichzeitig mit einer höchst differenzierten visuellen Kultur zu tun zu haben. Dies stellt notwendigerweise die Grenzen des Kunst- und Bildbegriffs infrage. Strittig ist die Definition algorithmischer Bilder als „Bilder“. Zudem stellen sich Fragen nach dem Verhältnis von Kunst zum digitalen Raum: In welcher Weise nutzen Museen diesen? Welche alternativen Präsentationsformen ergeben sich dadurch für Kunst? Wie artikuliert sich digitale Kunst?

Neben thematisch einschlägigen Papers begrüßen wir frei gewählte Themenvorschläge (bspw. auf Basis von Diplomarbeiten, Dissertationen) aus den Studienrichtungen Kunstgeschichte, der Künste sowie insbesondere von interdisziplinär angelegten Arbeiten aus den Bereichen Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Technik oder Medizin, die sich mit Kunst auseinandersetzen. Die Themenbereiche können zur mittelalterlichen, neuen, neuesten, außereuropäischen, byzantinischen, österreichischen Kunstgeschichte und zur Kunsttheorie eingereicht werden.

Um Übersendung des Beitrages inklusive eines Abstracts (max. 1.000 Zeichen, in Deutsch und Englisch) sowie eines aktuellen CV wird bis 30.9.2016 ersucht. Passend zu dieser Ausgabe, haben wir uns in diesem Fall dafür entschieden, die 3. Ausgabe offen und unabhängig von einem strengen Termin, zu gestalten. Es sind daher laufend Einreichungen möglich. Datei-Upload unter: http://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/nkf/about/submissions. Vorab sind Einreichungen von Abstracts möglich. Näheres zur gewünschten Formatierung sowie den Zitierregeln siehe unter http://kunstwissenschaften.at/autorenbereich. Umfang der Artikel: 15.000  – 30.000 Zeichen, max. 5 Abbildungen. Publiziert werden Texte in Deutsch und in Englisch.